Sokratischer Dämon: Unterschied zwischen den Versionen
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Sokratischer Dämon (auch [[ | Sokratischer Dämon (auch [[Daimonion]]) nannte Sokrates selbst (Xenophon und Platon zufolge) das höhere Wesen, von dem er meinte, dass es ihm durch ein göttliches Geschenk von Jugend auf beiwohne und sich ihm, wenn er oder seine Freunde etwas Unrechtes zu tun im Begriff seien, als abratende, jedoch niemals als zu etwas zuratende Stimme kundgebe. Diese Stimme sage ihm "ha te chrê poiein kai ha mê" (Xenophon, Memor. I, 4, 15, IV, 3, 12; vgl. auch IV, 8, 6); "emoi de tout' estin ek paidos arxamenon, phônê tis gignomenê, hê hotan genêtai, aei apotrepei me toutou, ho an mellô prattein, protrepei dê oupote" ([[Platon]], Apolog. 31 D; Phaedr. 242 B). | ||
Die medizinische Interpretation des Sokratischen Dämons spricht von Symptomen der [[Epilepsie]], unter der Sokrates lit. | Die medizinische Interpretation des Sokratischen Dämons spricht von Symptomen der [[Epilepsie]], unter der Sokrates lit. | ||
Version vom 13. Dezember 2006, 18:55 Uhr
Sokratischer Dämon (auch Daimonion) nannte Sokrates selbst (Xenophon und Platon zufolge) das höhere Wesen, von dem er meinte, dass es ihm durch ein göttliches Geschenk von Jugend auf beiwohne und sich ihm, wenn er oder seine Freunde etwas Unrechtes zu tun im Begriff seien, als abratende, jedoch niemals als zu etwas zuratende Stimme kundgebe. Diese Stimme sage ihm "ha te chrê poiein kai ha mê" (Xenophon, Memor. I, 4, 15, IV, 3, 12; vgl. auch IV, 8, 6); "emoi de tout' estin ek paidos arxamenon, phônê tis gignomenê, hê hotan genêtai, aei apotrepei me toutou, ho an mellô prattein, protrepei dê oupote" (Platon, Apolog. 31 D; Phaedr. 242 B).
Die medizinische Interpretation des Sokratischen Dämons spricht von Symptomen der Epilepsie, unter der Sokrates lit.