Unix: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Daemons ===
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Ein [[Dämon | Daemon]] (Disk And Execution Monitor) im Unix-System ist ein im Hintergrund laufender Prozess, der eine Ressource des Systems verwaltet und vermittelt. Typischerweise wird der Prozess beim Hochfahren des Systems gestartet und wartet dann auf Zugriffe aus dem Netzwerk, auf den Ablauf eines Zeitintervalls, auf Änderungen an Systemeigenschaften etc.. In diesem Sinne wird auch die [[Server]]-Software des Internet als Daemon bezeichnet, da sie nach dem Starten selbständig darüber wacht, ob an dem konfigurierten Anschluss Aufgaben gemeldet werden.  
Ein [[Dämon | Daemon]] ('''D'''isk '''A'''nd '''E'''xecution '''Mon'''itor) im Unix-System ist ein im Hintergrund laufender Prozess, der eine Ressource des Systems verwaltet und vermittelt. Typischerweise wird der Prozess beim Hochfahren des Systems gestartet und wartet dann auf Zugriffe aus dem Netzwerk, auf den Ablauf eines Zeitintervalls, auf Änderungen an Systemeigenschaften etc.. In diesem Sinne wird auch die [[Server]]-Software des Internet als Daemon bezeichnet, da sie nach dem Starten selbständig darüber wacht, ob an dem konfigurierten Anschluss Aufgaben gemeldet werden.  


Die [[BSD Daemon | BSD]] (Berkeley Systems Distribution) verwendet ein Teufelchen als Maskottchen. Die Namensgebung spielt allerdings auf die frühere Bedeutung des Wortes an, im Sinne vom [[Maxwellscher Dämon | Maxwellschen Dämon]]; auch die Geschichten von dienstbaren [[Geist | Geistern]] aus 1001er Nacht fallen dazu ein - wie das Unix System insgesamt von einem eigenen Humor durchzogen ist.
Die [[BSD Daemon | BSD]] (Berkeley Systems Distribution) verwendet ein Teufelchen als Maskottchen. Die Namensgebung spielt allerdings auf die frühere Bedeutung des Wortes an, im Sinne vom [[Maxwellscher Dämon | Maxwellschen Dämon]]; auch die Geschichten von dienstbaren [[Geist | Geistern]] aus 1001er Nacht fallen dazu ein - wie das Unix System insgesamt von einem eigenen Humor durchzogen ist.
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=== Anatomie ===
=== Anatomie ===


Der Programmname endet gerne mit dem Buchstaben "d". Das Programm arbeitet meist im Hintergrund, es sei den bei der Fehlersuche; Es ist in diesem Sinne nicht-interaktiv, d.h. nicht am Terminal bedien- und beobachtbar, weil Standardeingabe, -ausgabe und -fehlerausgabe in Dateien umgleitet werden.
Der Programmname endet mit dem Buchstaben "d". Das Programm arbeitet meist im Hintergrund, ausser bei der Fehlersuche. In diesem Sinne ist es autonom, d.h. nicht-interaktiv bzw. nicht am Terminal bedien- und beobachtbar, weil Standardeingabe, -ausgabe und -fehlerausgabe in Dateien umgleitet werden.


=== Beispiele ===
=== Beispiele ===

Version vom 9. April 2007, 09:59 Uhr

Daemons

Ein Daemon (Disk And Execution Monitor) im Unix-System ist ein im Hintergrund laufender Prozess, der eine Ressource des Systems verwaltet und vermittelt. Typischerweise wird der Prozess beim Hochfahren des Systems gestartet und wartet dann auf Zugriffe aus dem Netzwerk, auf den Ablauf eines Zeitintervalls, auf Änderungen an Systemeigenschaften etc.. In diesem Sinne wird auch die Server-Software des Internet als Daemon bezeichnet, da sie nach dem Starten selbständig darüber wacht, ob an dem konfigurierten Anschluss Aufgaben gemeldet werden.

Die BSD (Berkeley Systems Distribution) verwendet ein Teufelchen als Maskottchen. Die Namensgebung spielt allerdings auf die frühere Bedeutung des Wortes an, im Sinne vom Maxwellschen Dämon; auch die Geschichten von dienstbaren Geistern aus 1001er Nacht fallen dazu ein - wie das Unix System insgesamt von einem eigenen Humor durchzogen ist.

Anatomie

Der Programmname endet mit dem Buchstaben "d". Das Programm arbeitet meist im Hintergrund, ausser bei der Fehlersuche. In diesem Sinne ist es autonom, d.h. nicht-interaktiv bzw. nicht am Terminal bedien- und beobachtbar, weil Standardeingabe, -ausgabe und -fehlerausgabe in Dateien umgleitet werden.

Beispiele

  • Die gebräuchlichsten Anwendungen finden sich u. a. bei Druck- (Spool-Daemon) oder Mail- (Mailer-Daemon) Programmen.
  • httpd: der http-Dämon verschickt Daten vom Quellsystem (statische Daten, aber auch die Ausgabe von Programmen, die vom httpd im Auftrag der Benutzerin gestartet werden.
  • crond: eine Zeitschaltuhr
  • syslogd: Aufzeichnung von lokalen oder entfernten Systemereignissen
  • ntpd: zum Abgleich von Uhren zwischen Systemen
  • xdm: regelt den Zugang zur grafischen Konsole
  • etc.

Andere Betriebsumgebungen

Im NT und nachfolgenden Systemen von Microsoft wird diese Art von Programmen als "Dienste" (Services) bezeichnet.