Entfremdung: Unterschied zwischen den Versionen
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Dämonie rührt aus fremden Kräften, die über eigenes Leben bestimmen (dainmonia = fremde Kraft). Sie ist eine unmittelbare Empfindung als Gefühl einer fremden Macht, die sich erst in deren Erkenntnis zu einem Wissen im Unterschied von Eigenem und Fremden aufhebt, damit Selbstunterscheidung wird, welche ein kritisches Verhalten zum Dämon ermöglicht. | Dämonie rührt aus fremden Kräften, die über eigenes Leben bestimmen (dainmonia = fremde Kraft). Sie ist eine unmittelbare Empfindung als Gefühl einer fremden Macht, die sich erst in deren Erkenntnis zu einem Wissen im Unterschied von Eigenem und Fremden aufhebt, damit Selbstunterscheidung wird, welche ein kritisches Verhalten zum Dämon ermöglicht. | ||
Wie bei jeder Maschinenstürmerei wird dabei der Unterschied von Inhalt und Form der Arbeit aufgehoben, und letztres in erstrem gesehen. Von daher wurde wie einst der Webstuhl bei den Weberaufständen der Computer zum Dämon der Entfremdung, obwohl er zugleich einen enormen Fortschritt für den organischen Arbeitsprozess erbrachte. Die Abweisung der Inhalte durch Dämonisierung ihrer Form bewahrt die Verhältnisse, die im Dämon beängstigend wahrgenommen werden undd das macht der Populismus des reaktionären Bewusstseins aus (siehe hierzu auch die Heideggersche Kritik an der Modernen als Seinsvergessenheit). | Wie bei jeder Maschinenstürmerei wird dabei der Unterschied von Inhalt und Form der Arbeit aufgehoben, und letztres in erstrem gesehen. Von daher wurde wie einst der Webstuhl bei den Weberaufständen der Computer zum Dämon der Entfremdung, obwohl er zugleich einen enormen Fortschritt für den organischen Arbeitsprozess erbrachte. Die Abweisung der Inhalte durch Dämonisierung ihrer Form bewahrt die Verhältnisse, die im Dämon beängstigend wahrgenommen werden undd das macht der Populismus des reaktionären Bewusstseins aus (siehe hierzu auch die Heideggersche Kritik an der Modernen als Seinsvergessenheit). | ||
Version vom 9. Juni 2007, 22:22 Uhr
Dämonie
Dämonie rührt aus fremden Kräften, die über eigenes Leben bestimmen (dainmonia = fremde Kraft). Sie ist eine unmittelbare Empfindung als Gefühl einer fremden Macht, die sich erst in deren Erkenntnis zu einem Wissen im Unterschied von Eigenem und Fremden aufhebt, damit Selbstunterscheidung wird, welche ein kritisches Verhalten zum Dämon ermöglicht.
Wie bei jeder Maschinenstürmerei wird dabei der Unterschied von Inhalt und Form der Arbeit aufgehoben, und letztres in erstrem gesehen. Von daher wurde wie einst der Webstuhl bei den Weberaufständen der Computer zum Dämon der Entfremdung, obwohl er zugleich einen enormen Fortschritt für den organischen Arbeitsprozess erbrachte. Die Abweisung der Inhalte durch Dämonisierung ihrer Form bewahrt die Verhältnisse, die im Dämon beängstigend wahrgenommen werden undd das macht der Populismus des reaktionären Bewusstseins aus (siehe hierzu auch die Heideggersche Kritik an der Modernen als Seinsvergessenheit).