Exorzismus: Unterschied zwischen den Versionen

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Seit dem Konzil in Trient gibt es ein allgemein gültiges Ritual für den Exorzismus. Es wurde 1614 als Abschnitt 12 des Rituale Romanum veröffentlicht und ist mit geringfügigen Änderungen bis heute gültig. Seit damals ist der Exorzismus Priestern vorbehalten, die eine Beauftragung des Bischofs benötigen.  
Seit dem Konzil in Trient gibt es ein allgemein gültiges Ritual für den Exorzismus. Es wurde 1614 als Abschnitt 12 des Rituale Romanum veröffentlicht und ist mit geringfügigen Änderungen bis heute gültig. Seit damals ist der Exorzismus Priestern vorbehalten, die eine Beauftragung des Bischofs benötigen.  


Die wichtigsten Merkmale einer Besessenheit, die nach Ansicht der Katholischen Kirche einen Exorzsimus notwendig machen, sind: "Wenn einer ausführlich eine ihm unbekannte Sprache spricht oder einen versteht, der in einer solchen redet; (...) wenn er Entferntes oder Verborgenes kundtut; (...) eine Kraft aufweist, die über sein Alter und seinen Zustand hinausgeht."<ref>Ecclesia catholica. Der Exorzismus der Katholischen Kirche. Authentischer lateinischer Text nach der von Papst Pius XII. erweiterten und genehmigten Fassung mit deutscher Übersetzung, Stein am Rhein 2005, S. 25f.</ref> Zur Austreibung der Dämonen wird eine im Original lateinische Exorzismusformel gesprochen: "Ich beschwöre dich (...) erkenne die Gerechtigkeit und Güte Gottes, des Vaters, der deinen Hochmut und deinen Neid durch gerechtes Urteil verdammt hat."<ref>Ebenda.</ref>  
Die wichtigsten Merkmale einer Besessenheit, die nach Ansicht der Katholischen Kirche einen Exorzsimus notwendig machen, sind: "Wenn einer ausführlich eine ihm unbekannte Sprache spricht oder einen versteht, der in einer solchen redet; (...) wenn er Entferntes oder Verborgenes kundtut; (...) eine Kraft aufweist, die über sein Alter und seinen Zustand hinausgeht."<ref>Ecclesia catholica. Der Exorzismus der Katholischen Kirche. Authentischer lateinischer Text nach der von Papst Pius XII. erweiterten und genehmigten Fassung mit deutscher Übersetzung, Stein am Rhein 2005, S. 25f.</ref> Zur Austreibung der Dämonen wird eine im Original lateinische Exorzismusformel gesprochen: "Ich beschwöre dich, Satan, Feind des menschlichen Heils, erkenne die Gerechtigkeit und Güte Gottes, des Vaters, der deinen Hochmut und deinen Neid durch gerechtes Urteil verdammt hat: Weiche von diesem Diener (dieser Dienerin) Gottes, N., den (die) der Herr nach seinem Bild geschaffen, mit seinen Gaben beschenkt und als Sohn (Tochter) seiner Barmherzigkeit angenommen hat."<ref>Zit. n. Alexandra v. Teuffenbach, Der Exorzismus, Augsburg 2007, S 52. Orig.: ''Rituale Romanum ex decreto Sacrosancti Oecumenici Concilii Vaticani II instauratum auctoritate Ioannis Pauli PP. II promulgatum De Exorcismus et Supplicationibus quibusdam'', editio typica emendata, Città del Vaticano 2004.</ref>  


== Einzelnachweise ==
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===Literatur===
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''Rituale Romanum ex decreto Sacrosancti Oecumenici Concilii Vaticani II instauratum auctoritate Ioannis Pauli PP. II promulgatum De Exorcismus et Supplicationibus quibusdam'', editio typica emendata, Città del Vaticano 2004.
Adolf Rodewyk, ''Die dämonische Besessenheit in der Sicht des Rituale Romanum'', Aschaffenburg 1963.
Adolf Rodewyk, ''Die dämonische Besessenheit in der Sicht des Rituale Romanum'', Aschaffenburg 1963.


Gabriel Amorth, ''Exorzisten und Psychiater'', Stein am Rhein 2002.
Gabriel Amorth, ''Exorzisten und Psychiater'', Stein am Rhein 2002.

Version vom 5. Mai 2008, 16:02 Uhr

Der Holzschnitt aus dem Jahr 1598 zeigt den Exorzsimus an einer Frau, aus deren Mund ein Dämon fährt. In Pierre Boaistuau u.a. (Hg.), Histoires prodigieuses et memorables, extraictes de plusieurs fameux autheurs, Grecs, & Latins, sacrez & prophanes (Paris, 1598), vol. 1.

Seit dem Konzil in Trient gibt es ein allgemein gültiges Ritual für den Exorzismus. Es wurde 1614 als Abschnitt 12 des Rituale Romanum veröffentlicht und ist mit geringfügigen Änderungen bis heute gültig. Seit damals ist der Exorzismus Priestern vorbehalten, die eine Beauftragung des Bischofs benötigen.

Die wichtigsten Merkmale einer Besessenheit, die nach Ansicht der Katholischen Kirche einen Exorzsimus notwendig machen, sind: "Wenn einer ausführlich eine ihm unbekannte Sprache spricht oder einen versteht, der in einer solchen redet; (...) wenn er Entferntes oder Verborgenes kundtut; (...) eine Kraft aufweist, die über sein Alter und seinen Zustand hinausgeht."[1] Zur Austreibung der Dämonen wird eine im Original lateinische Exorzismusformel gesprochen: "Ich beschwöre dich, Satan, Feind des menschlichen Heils, erkenne die Gerechtigkeit und Güte Gottes, des Vaters, der deinen Hochmut und deinen Neid durch gerechtes Urteil verdammt hat: Weiche von diesem Diener (dieser Dienerin) Gottes, N., den (die) der Herr nach seinem Bild geschaffen, mit seinen Gaben beschenkt und als Sohn (Tochter) seiner Barmherzigkeit angenommen hat."[2]

Einzelnachweise

  1. ↑ Ecclesia catholica. Der Exorzismus der Katholischen Kirche. Authentischer lateinischer Text nach der von Papst Pius XII. erweiterten und genehmigten Fassung mit deutscher Übersetzung, Stein am Rhein 2005, S. 25f.
  2. ↑ Zit. n. Alexandra v. Teuffenbach, Der Exorzismus, Augsburg 2007, S 52. Orig.: Rituale Romanum ex decreto Sacrosancti Oecumenici Concilii Vaticani II instauratum auctoritate Ioannis Pauli PP. II promulgatum De Exorcismus et Supplicationibus quibusdam, editio typica emendata, Città del Vaticano 2004.

Weblinks

Maureen A. Tilley, Exorcism in North Africa: Localizing the (Un)holy


Literatur

Adolf Rodewyk, Die dämonische Besessenheit in der Sicht des Rituale Romanum, Aschaffenburg 1963.

Gabriel Amorth, Exorzisten und Psychiater, Stein am Rhein 2002.