Invisible Hand: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:Adam_Smith.jpg|thumb|Adam Smith, Portrait aus Drosophila Fliegen]]
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Der Markt regelt nach wirtschaftsliberaler Überzeugung durch die Steuerung von Preis, Menge und Art der Sach- und Dienstleistungen die Balance zwischen Angebot und Nachfrage und garantiert eine effiziente Allokation von Ressourcen.  
Der Markt regelt nach wirtschaftsliberaler Überzeugung durch die Steuerung von Preis, Menge und Art der Sach- und Dienstleistungen die Balance zwischen Angebot und Nachfrage und garantiert eine effiziente Allokation von Ressourcen. Aus der Verknüpfung unterschiedlicher Kräfte, wie Produzenten, Händler, Konsumenten, Eigennutz, Wettbewerb, Angebot und Nachfrage etc., resultiert ein Netz aus Aktanten und Wirkungen, für das Adam Smith (1723 – 1790) die Metapher unsichtbare Hand (invisible hand) prägte.<ref>Die Metapher der unsichtbaren Hand war im 18. Jh. durchaus gebräuchlich, wurde aber von Adam Smith neu kontextualisiert. Während er in [http://all.libertyfund.org/?option=com_staticxt&staticfile=show.php%3Ftitle=201&chapter=56007&layout=html&Itemid=27 The History of Astronomy] den Begriff noch in Analogie zu seiner Zeit verwendete, beschreibt er in [http://www.ibiblio.org/ml/libri/s/SmithA_MoralSentiments_p.pdf Theory of Moral Sentiments] und in [http://www.bibliomania.com/2/1/65/112/frameset.html The Wealth of Nations] mit "invisible hand" Selbststeuerungsmechanismen innerhalb komplexer Marktsysteme.</ref>
In Ablehnung des Merkantilismus seiner Zeit ging Smith in „Theory of Moral Sentiments“ davon aus, dass selbst unternehmerisches Eigeninteresse – wie durch unsichtbare Hand – zum Gemeinwohl beitragen könne: erhöhte Produktivität, Gewinnmaximierung und Produktionseffizienz führen unweigerlich zum Wohlstand aller.
In „The Wealth of Nations“ entwickelte Smith die Theorie der Absoluten Kostenvorteile, wonach bei unterschiedlicher Produktivität die Länder vom Handel profitieren.<ref>Im 4. Buch [http://www.bibliomania.com/2/1/65/112/frameset.html The Wealth of Nations] erwähnt Smith die unsichtbare Hand in Bezug auf den Freihandel zwischen Nationen: "By preferring the support of domestic to that of foreign industry, he intends only his own security; and by directing that industry in such a manner as its produce may be of the greatest value, he intends only his own gain, and he is in this, as in many other cases, led by an invisible hand to promote an end which was no part of his intention. Nor is it always the worse for the society that it was not part of it. By pursuing his own interest he frequently promotes that of the society more effectually than when he really intends to promote it. I have never known much good done by those who affected to trade for the public good. It is an affectation, indeed, not very common among merchants, and very few words need be employed in dissuading them from it."</ref>


Aus der Verknüpfung unterschiedlicher Kräfte, wie Produzenten, Händler, Konsumenten, Eigennutz, Wettbewerb, Angebot und Nachfrage etc., resultiert ein Netz aus Aktanten und Wirkungen, für das Adam Smith (1723 – 1790) die Metapher unsichtbare Hand (invisible hand) prägte.<ref>Die Metapher der unsichtbaren Hand war im 18. Jh. durchaus gebräuchlich, wurde aber von Adam Smith neu kontextualisiert. Während er in [http://all.libertyfund.org/?option=com_staticxt&staticfile=show.php%3Ftitle=201&chapter=56007&layout=html&Itemid=27 The History of Astronomy] den Begriff noch in Analogie zu seiner Zeit verwendete, beschreibt er in [http://www.ibiblio.org/ml/libri/s/SmithA_MoralSentiments_p.pdf Theory of Moral Sentiments] und in [http://www.bibliomania.com/2/1/65/112/frameset.html The Wealth of Nations] mit "invisible hand" Selbststeuerungsmechanismen innerhalb komplexer Marktsysteme.</ref>


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
<references />
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Version vom 16. März 2010, 14:42 Uhr

Dämon des Marktes

Adam Smith, Portrait aus Drosophila Fliegen

Der Markt regelt nach wirtschaftsliberaler Überzeugung durch die Steuerung von Preis, Menge und Art der Sach- und Dienstleistungen die Balance zwischen Angebot und Nachfrage und garantiert eine effiziente Allokation von Ressourcen. Aus der Verknüpfung unterschiedlicher Kräfte, wie Produzenten, Händler, Konsumenten, Eigennutz, Wettbewerb, Angebot und Nachfrage etc., resultiert ein Netz aus Aktanten und Wirkungen, für das Adam Smith (1723 – 1790) die Metapher unsichtbare Hand (invisible hand) prägte.[1] In Ablehnung des Merkantilismus seiner Zeit ging Smith in „Theory of Moral Sentiments“ davon aus, dass selbst unternehmerisches Eigeninteresse – wie durch unsichtbare Hand – zum Gemeinwohl beitragen könne: erhöhte Produktivität, Gewinnmaximierung und Produktionseffizienz führen unweigerlich zum Wohlstand aller. In „The Wealth of Nations“ entwickelte Smith die Theorie der Absoluten Kostenvorteile, wonach bei unterschiedlicher Produktivität die Länder vom Handel profitieren.[2]


Einzelnachweise

  1. ↑ Die Metapher der unsichtbaren Hand war im 18. Jh. durchaus gebräuchlich, wurde aber von Adam Smith neu kontextualisiert. Während er in The History of Astronomy den Begriff noch in Analogie zu seiner Zeit verwendete, beschreibt er in Theory of Moral Sentiments und in The Wealth of Nations mit "invisible hand" Selbststeuerungsmechanismen innerhalb komplexer Marktsysteme.
  2. ↑ Im 4. Buch The Wealth of Nations erwähnt Smith die unsichtbare Hand in Bezug auf den Freihandel zwischen Nationen: "By preferring the support of domestic to that of foreign industry, he intends only his own security; and by directing that industry in such a manner as its produce may be of the greatest value, he intends only his own gain, and he is in this, as in many other cases, led by an invisible hand to promote an end which was no part of his intention. Nor is it always the worse for the society that it was not part of it. By pursuing his own interest he frequently promotes that of the society more effectually than when he really intends to promote it. I have never known much good done by those who affected to trade for the public good. It is an affectation, indeed, not very common among merchants, and very few words need be employed in dissuading them from it."