Genie: Unterschied zwischen den Versionen

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Auf [[Platon]] geht die Vorstellung zurück, dass jede künstlerische Inspiration göttlichen Ursprungs sei – ein ''furor divinus'' oder göttlich schöpferischer Taumel. Dieses Bild des Künstlers als exzentrisches Genie wird im Kunstverständnis der Renaissance zum grundlegenden Element. Wie der Kunsthistoriker Arnold Hauser schreibt, war die Entdeckung des Genies, ein bis dato völlig unbekanntes und aus Sicht des Mittelalters letztlich auch unvorstellbares Konzepts, da geistiger Originalität keinerlei Wert beigemessen wurde und der Künstler letztlich nur zur Imitation ermuntert worden war. Die Idee vom Genie war das logische Resultat des neuen Kultes um die Individualität.
Auf [[Platon]] geht die Vorstellung zurück, dass jede künstlerische Inspiration göttlichen Ursprungs sei – ein ''furor divinus'' oder göttlich schöpferischer Taumel. Dieses Bild des Künstlers als exzentrisches Genie wird im Kunstverständnis der Renaissance zum grundlegenden Element. Wie der Kunsthistoriker Arnold Hauser schreibt, war die Entdeckung des Genies, ein bis dato völlig unbekanntes und aus Sicht des Mittelalters letztlich auch unvorstellbares Konzept, da geistiger Originalität keinerlei Wert beigemessen wurde und der Künstler letztlich nur zur Imitation ermuntert worden war. Die Idee vom Genie war das logische Resultat des neuen Kultes um die Individualität.





Version vom 3. November 2008, 18:24 Uhr

Auf Platon geht die Vorstellung zurück, dass jede künstlerische Inspiration göttlichen Ursprungs sei – ein furor divinus oder göttlich schöpferischer Taumel. Dieses Bild des Künstlers als exzentrisches Genie wird im Kunstverständnis der Renaissance zum grundlegenden Element. Wie der Kunsthistoriker Arnold Hauser schreibt, war die Entdeckung des Genies, ein bis dato völlig unbekanntes und aus Sicht des Mittelalters letztlich auch unvorstellbares Konzept, da geistiger Originalität keinerlei Wert beigemessen wurde und der Künstler letztlich nur zur Imitation ermuntert worden war. Die Idee vom Genie war das logische Resultat des neuen Kultes um die Individualität.


Sigmar Polke, Höhere Wesen befahlen: rechte obere Ecke schwarz malen!, 1969. „So ist meine Malerei in ihrem tiefsten Wesen eine Auftragsmalerei, und ich schmeichle mir, immer nach höherer Vorlage gearbeitet zu haben.“[1]

Weblinks

Carolin Artz, Ufos, Medien, Poltergeister

Einzelnachweise

  1. ↑ Polke, S., Heubach, F. W.: "Sigmar Polke – Frühe Einflüsse, späte Folgen oder: Wie kamen die Affen in mein Schaffen? Und andere ikono-biographische Fragen" (1976). In: Sigmar Polke, Die drei Lügen in der Malerei, Ostfildern-Ruit, 1997, S. 66.