Darwin‘scher Dämon

Aus Daimon

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In Anlehnung an den Maxwell'schen Dämon führte der britische Biologe Richard Law 1979 einen Dämon als fiktives Gedankenexperiment ein.[1] Law geht von einem immortalen und unendlich fertilen Organismus aus, der in seiner Umwelt auf unbeschränkte Ressourcen trifft. Dass ein derartiger Organismus in der Natur mutmaßlich nicht existiert, wird durch das sogenannte Allokationsproblem argumentiert: In einer Welt mit beschränkten Ressourcen muss die vorhandene Energie zwischen eigenem Wachstum, Erhalt der Grundfunktionen und Fortpflanzung aufgeteilt werden, wodurch es gemäß der Life-history-Theorie unwillkürlich zur Ausdifferenzierung unterschiedlicher Strategien der Anpassung an diese Umwelt kommen muss.


Einzelnachweise

  1. Vgl. Richard Law, "Optimal Life Histories under age-specific Predation", in: The American Naturalist 114, 1979, S. 399–417.


Literatur

Jonathan Silvertown, Demons in Eden. The Paradox of Plant Diversity, Chicago 2008.