Gnom

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Elementargeister und Dämonen bei Paracelsus

Der Gnom Gimbert, virtuelle Figur aus dem Computerspiel Lord of Warcraft

Im Liber de nymphis, sylphis, pygmaeis et salamandris et de caeteris spiritibus[1] (Buch über die Nymphen, Sylphen, Pygmäen, Salamander und die übrigen Geister) von 1591 beschreibt Paracelsus (1493 - 1541) seine Lehre der Elementargeister, die in Tradition der Vier-Elemente-Lehre der Vorsokartiker von Feuer, Wasser, Luft und Erde ausgeht. Jeder Bereich ist von einer dämonischen Artenvielfalt animistisch belebt: die Wasserleute (Nymphen oder Undina), die Bergleute (Pygmäi oder Gnomi, weiblich Gnomiden), die Feuerleute (Salamandri oder Vulcani) und die Wind-, Luft- oder Waldleute (Sylphen oder Sylvestres). Allen Dämonen gemeinsam ist nach Paracelsus das Fehlen einer Seele, weswegen sie die eheliche Verschmelzung mit einem Menschen suchen. Die Dämonenlehre des Paracelsus zielt auf eine synkretistische Verschmelzung antiker Vorstellungen mit germanischen Sagenwelten und christlichen Motiven. Damit betrachtet er Dämonen nicht als gefallene Engel, sondern als von Gott erschaffene Naturgeister.

Dämonen des deutschen Wohlstands

Gnome - auch Zwerge, Wichtelmänner oder Metallarii genannt - sind Erd- und Berggeister, deren Name sich von gēnomos (griech. Erdbewohner) oder von gnome (griech. Verstand) ableitet. Paracelsus beschreibt Gnome als kleinwüchsige Wesen, die jene Orte kennen und den Menschen als hilfreiche Gesellen auch dorthin führen, wo Metalle verborgen sind. Heinrich Heine beschreibt in Anlehnung an Paracelsus die Gnome als Personifikationen von Reichtum und Fleiß: "Die Zwerge aber trifft man mitunter noch in den Bergschachten, wo sie, gekleidet wie kleine Bergleute, die kostbaren Metalle und Edelsteine ausgraben. Von jeher haben die Zwerge immer vollauf Gold, Silber und Diamanten besessen; denn sie konnten überall unsichtbar herumkriechen, und kein Loch war ihnen zu klein um durchzuschlüpfen, führte es nur endlich zu den Stollen des Reichtums."[2] Während in Deutschland andere Elementargeister weniger oft oder gar nicht anzutreffen sind, findet man die Zwerge nach Heine bevorzugt im Harz. Sie sind Symbole deutscher Betriebsamkeit und erarbeiteten Wohlstands. Bis heute tradiert sich der Glaube an den Reichtum bringenden Gnom in Form von Gartenzwergen. Sie geben dem Volksglauben Gestalt und sind zum Innbild falscher Gestaltung geworden. Trotz Zipfelmütze und Tarnkappe kriechen sie nicht unsichtbar herum, sondern stehen demonstrativ in Vorgärten.

Unterstützende Computerdämonen

GNOME Keyring ist - ähnlich Apple Keychain - ein Sicherheitsprogramm zum Schutz von Anwenderdaten wie Benutzernamen und Passwörter. Das Programm läuft unter dem Namen "gnome-keyring-daemon" im Hintegrgrund, um einen schnellen und komfortablen Zugang auf Daten bei gleichzeitiger Sicherheit zu gewährleisten.

GNOME selbst ist eine Sammlung von Hilfsprogrammen und Programmierschnittstellen, um eine konsistente und benutzerfreundliche Arbeitsumgebung auf Unix System zu erstellen. Es konkurriert dort mit CDE/Motif, XFCE und KDE u.a.


Einzelnachweise

  1. Theophrastus von Hohenheim genannt Paracelsus, Liber de nymphis, sylphis, pygmaeis et salamandris et de caeteris spiritibus.
  2. Heinrich Heine, Elementargeister, Stuttgart 2013, S. 12.