Obsession: Unterschied zwischen den Versionen
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Obsessio oder Maleficiatio: Der Dämon ergreift Besitz von einem Menschen, indem er in seinem Körper eindringt und ihn parasitär. als Wirt bewohnt | |||
Possessio: Der Mensch ist ein willenloses Objekt der Dämonen und hat seine Freiheit verloren. | |||
Johann Joseph Gassner, Pfarrer zu Klösterle im Bistum Chur, der sich als Heiler von [[Krankheit | Krankheiten]] im Auftrag des Herrn sah, nennt im 18. Jh. sechs äußere Zeichen, die darauf schließen lassen, dass ein Mensch [[Dämon | Dämonen]] im Leib hat: | |||
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Viele dieser „Kranken“ wurden so gründlich von ihm geheilt, dass bleibende psychische Schäden an der Tagesordnung waren. | Viele dieser „Kranken“ wurden so gründlich von ihm geheilt, dass bleibende psychische Schäden an der Tagesordnung waren. | ||
Version vom 13. Dezember 2006, 20:26 Uhr
In der mittelalterlichen Dämonologie, die bis heute Grundlage katholischer Exorzismus ist, werden drei Formen der Besessenheit unterschieden, wovon "Obsessio" eine ist:
Circumsessio: Umsessenheit von Dämonen, die einen Menschen umlagern, ohne in seinen Körper einzudringen.
Obsessio oder Maleficiatio: Der Dämon ergreift Besitz von einem Menschen, indem er in seinem Körper eindringt und ihn parasitär. als Wirt bewohnt
Possessio: Der Mensch ist ein willenloses Objekt der Dämonen und hat seine Freiheit verloren.
Johann Joseph Gassner, Pfarrer zu Klösterle im Bistum Chur, der sich als Heiler von Krankheiten im Auftrag des Herrn sah, nennt im 18. Jh. sechs äußere Zeichen, die darauf schließen lassen, dass ein Mensch Dämonen im Leib hat:
barbarae voces (wilde Stimmen)
horribilis vultus (schreckliche Miene)
memborum stupor (starre Glieder)
summa inquietudo (höchste Unruhe)
vires humanes superiores (übermenschliche Kräfte)
cruciatus (Wundmale)
Viele dieser „Kranken“ wurden so gründlich von ihm geheilt, dass bleibende psychische Schäden an der Tagesordnung waren.