Animismus: Unterschied zwischen den Versionen

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== Magischer Animismus und [[Dämonie]] ==
== Magischer Animismus und [[Dämonie]] ==
Der Begriff Animismus (griech. ánemos Wind, Hauch; lat. animus Seele) wurde durch den britischen Ethnologen Sir Edward Burnett Tylor (1832-1917) geprägt und dient heute allgemein zur Beschreibung einer ursprünglichen Naturreligion, die von einer Beseeltheit der gesamten Natur ausgeht. Die allen Dingen und Menschen innewohnende Seele oder Geist wird als universelle Lebenskraft angesehen. Dem Animismus fehlt im Unterschied zu anderen Hochreligionen jeglicher Bezug zum Metaphysischen, da das Göttliche in der Natur selbst immanent ist. Aufgabe des Menschen ist, den Willen der Lebenskraft resp. des Geistes zu ergründen und zum eigenen Nutzen oder zur Abwendung von Schaden lenken zu können.
Als Animismus (von lat. [[Anima | anima]], Seele, Atem; griech. ánemos Wind, Hauch) bezeichnet man im allgemeinen ein schriftloses ursprüngliches Religionssystem, das davon ausgeht, das jedes materielle Ding oder Wesen ein geistartiges Double (Seele oder Geist) besitzt, das als universelle Lebenskraft angesehen wird. Der Begriff Animismus wurde durch den britischen Ethnologen Edward B. Tylor (1832-1917) geprägt, der im Animismus eine einfach strukturierte Weltanschauung sah, deren sichtbare Erscheinung die Welt in ihrer Beschaffenheit der Menschen und Dinge erklärt.<ref>Edward B. Tylor, Die Anfänge der Cultur. Untersuchungen über die Entwicklung der Mythologie, Philosophie, Religion, Kunst und Sitte, Hildesheim/Zürich/New York 2005</ref> Als Konzept energetischer Lebenskraft dient auch Mana, eine Kraft, die Menschen oder Dingen innewohnt. Um das Mana zu kontrollieren, wird durch den Gebrauch von Worten versucht , diese Kraft zu manipulieren und den Vorstellungen entsprechend zu lenken. Animistische Einflüsse sind bis heute in verschiedenen religiösen und okkulten Zusammenhängen des Volksglaubens zu beobachten, wo sie mit dem Wunsch nach Macht, Erfolg, Glück und Sicherheit in Verbindung stehen.




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== Technischer Animismus und Cyberdämonie ==
== Technischer Animismus und Cyberdämonie ==
== Einzelnachweise ==
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Version vom 23. März 2010, 11:42 Uhr

Magischer Animismus und Dämonie

Als Animismus (von lat. anima, Seele, Atem; griech. ánemos Wind, Hauch) bezeichnet man im allgemeinen ein schriftloses ursprüngliches Religionssystem, das davon ausgeht, das jedes materielle Ding oder Wesen ein geistartiges Double (Seele oder Geist) besitzt, das als universelle Lebenskraft angesehen wird. Der Begriff Animismus wurde durch den britischen Ethnologen Edward B. Tylor (1832-1917) geprägt, der im Animismus eine einfach strukturierte Weltanschauung sah, deren sichtbare Erscheinung die Welt in ihrer Beschaffenheit der Menschen und Dinge erklärt.[1] Als Konzept energetischer Lebenskraft dient auch Mana, eine Kraft, die Menschen oder Dingen innewohnt. Um das Mana zu kontrollieren, wird durch den Gebrauch von Worten versucht , diese Kraft zu manipulieren und den Vorstellungen entsprechend zu lenken. Animistische Einflüsse sind bis heute in verschiedenen religiösen und okkulten Zusammenhängen des Volksglaubens zu beobachten, wo sie mit dem Wunsch nach Macht, Erfolg, Glück und Sicherheit in Verbindung stehen.


Ausgehend vom religionsgeschichtlichen Konzept des Animismus, nach dem allen Dingen und Wesen eine Seele oder Geist innewohnt, gilt er als Ursprung für den Glauben an Dämonen und Geister. Animismus tritt meist in Zusammenhang mit Schamanismus auf, wo Priester oder Zaubermänner zwischen der Welt der Dämonen und der Menschen vermitteln.

In der Philosophie wurde der Begriff Animismus vom Arzt und Chemiker G. E. Stahls (1660-1734) eingeführt, der die Seele als Bildnerin des Leibes und in Folge als Lebensprinzip betrachtete.

Technischer Animismus und Cyberdämonie

Einzelnachweise

  1. ↑ Edward B. Tylor, Die Anfänge der Cultur. Untersuchungen über die Entwicklung der Mythologie, Philosophie, Religion, Kunst und Sitte, Hildesheim/Zürich/New York 2005