Dämon

Aus Daimon

Etymologie

Dämon steht in der landläufigen Bedeutung für einen „(bösen) Geist“ mit übermenschlichen Kräften oder ein Mittelwesen, das zwischen Gott und Mensch steht. Ende des 16. Jh. und erneut im 18. Jh. wurde Dämon im Sinne von „Teufel“ aus dem Lateinischen von „daemon“ (böser Geist, Teufel) entlehnt. Das lateinische Wort wurde wiederum aus dem Griechischen von „daimonas" (das übernatürliche Wesen) beziehungsweise von „daimon“ (griech. δαίμων (niedere) Gottheit, Geistwesen, Schutzgeist, Schutzengel, göttliche Macht, Gott, Geschick) entlehnt. Daimon gehört vermutlich mit einer Grundbedeutung „ Verteiler, Zuteiler (des Schicksals)“ zu griech. „daiesthai“ „(ver)teilen“ und steht zusammen mit griech. „ demos“ „Gebiet, Gau; Volk“ (eigentlich „Abteilung“) im größeren Zusammenhang der idg. Sippe von nhd. „Zeit“. Daimon steht eng mit dem griechischen „daimonion“ in Zusammenhang, das für „Schicksal“ oder „Gewissen” steht und den Menschen ein Leben lang begleitet. Nach Sokrates wird man mit einem Daimon geboren, der das gesamte Leben erhalten bleibt, nach Platon wählt man sich die Daimones selbst. Noch im Frühchristentum waren Schutzgeister und Schutzengel im Sinne von Dämonen um das Seelenheil der Menschen bemüht. Vermutlich erst im Mittelalter wurde Dämon negativ konnotiert und auf die teuflische Bedeutung reduziert.

Mythologie

Erwähnungen finden Dämonen bereits in den ältesten Zivilisationen wie Sumer, Akkad und dem alten Babylon. Dort werden Dämonen durchwegs als „böse Geister“ definiert.

In der christlichen und jüdischen Mythologie haben Dämonen ihren Ursprung in Lilith.



Der Dämon als Zu- und Verteiler

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