Exorzismus
Aus Daimon

Seit dem Konzil in Trient gibt es ein allgemein gültiges Ritual für den Exorzismus. Es wurde 1614 als Abschnitt 12 des Rituale Romanum veröffentlicht und ist mit geringfügigen Änderungen bis heute gültig. Seit damals ist der Exorzismus Priestern vorbehalten, die eine Beauftragung des Bischofs benötigen.
Die wichtigsten Merkmale einer Besessenheit, die nach Ansicht der Katholischen Kirche einen Exorzsimus notwendig machen, sind: "Wenn einer ausführlich eine ihm unbekannte Sprache spricht oder einen versteht, der in einer solchen redet; (...) wenn er Entferntes oder Verborgenes kundtut; (...) eine Kraft aufweist, die über sein Alter und seinen Zustand hinausgeht."[1] Zur Austreibung der Dämonen wird eine im Original lateinische Exorzismusformel gesprochen: "Ich beschwöre dich (...) erkenne die Gerechtigkeit und Güte Gottes, des Vaters, der deinen Hochmut und deinen Neid durch gerechtes Urteil verdammt hat."[2]
Einzelnachweise
Weblinks
Maureen A. Tilley, Exorcism in North Africa: Localizing the (Un)holy
Literatur
Rituale Romanum ex decreto Sacrosancti Oecumenici Concilii Vaticani II instauratum auctoritate Ioannis Pauli PP. II promulgatum De Exorcismus et Supplicationibus quibusdam, editio typica emendata, Città del Vaticano 2004.
Adolf Rodewyk, Die dämonische Besessenheit in der Sicht des Rituale Romanum, Aschaffenburg 1963.
Gabriel Amorth, Exorzisten und Psychiater, Stein am Rhein 2002.