Es

Aus Daimon

Wechseln zu: Navigation, Suche

Das "Es" ist etwas Unbestimmtes, dem aber unterschwellig ein Subjektstatus zukommt: Es geht die Sonne auf, es wandelt sich, es wird anders, es wird spät, es wird finster. Das Unbestimmte macht das Es zu einem dämonischen Über-Subjekt, das in einer undefinierten Sphäre zwischen dem Kontingenten und Notwendigen, dem Metaphysischen und Naturgesetzlichen schwebt. Martin Heidegger fragt: "Doch was meint diese 'Es'? Sprachwissenschaft und Sprachphilosophie haben ausgiebig darüber nachgedacht, ohne daß eine gültige Aufhellung gefunden wurde. Der im Es gemeinte Bedeutungsbezirk reicht vom Belanglosen bis in das Dämonische."[1]


Einzelnachweise

  1. Martin Heidegger, Zur Sache des Denkens, Tübingen 1976, S. 19.