Lord Kelvins Dämonen

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William Thomson (1824 -1907, 1896 als 1. Baron Kelvin of Largs in den erblichen Adelsstand erhoben und in Folge als Lord Kelvin bezeichnet) führte 1874, einige Jahre nach James Clerk Maxwells Gedankenexperiment die Bezeichnung „Maxwell’s demon“ ein.[1] Kelvin erkannte, dass das Entscheidende des Prozesses im „Sortieren“ bzw. in der "Zu- und Verteilung" liegt. Er postulierte zusätzlich zum ursprünglichen „Temperaturdämon“ die Möglichkeit anderer Dämonen, die z.B. Wärmeenergie durch Sortieren nach der Bewegungsrichtung direkt in Bewegungsenergie verwandeln, Salzlösungen in konzentrierte Lösung und reines Wasser oder Gasgemische nach einzelnen Gasen separieren. Überall sah er in diesem Sortieren die Umkehrung des „natürlichen“ Vorganges der Dissipation.

Kelvin definierte einen Dämon als ein intelligentes, mit freiem Willen und Sinnen ausgestattetes Wesen, das in der Lage ist, eigenständige Beobachtungen und Messungen durchzuführen und Entscheidungen zu treffen, um Moleküle zu beeinflussen. Kelvins Dämonen fungieren als Maschinen, die gegen die Entropie wirken und Ordnungen hervorbringen.


Einzelnachweise

  1. Maxwell erwähnte das Experiment erstmals 1867 in einem Brief an den befreundeten Physiker Peter Tait.


Weblinks

The Sorting Demon Of Maxwell by Sir William Thomson (Lord Kelvin)

Kinetic Theory of the Dissipation of Energy by Sir William Thomson (Lord Kelvin)