Infestation: Unterschied zwischen den Versionen
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Im katholischen [[Exorzismus]] wird zwischen [[Besessenheit]] und Infestation (lat. infestare, angreifen) im Sinne von Umsessenheit oder Teilbesessenheit unterschieden. Während mit Besessenheit der tranceartige Kontrollverlust durch [[Dämon | Dämonen]] oder [[Teufel]] gemeint ist, bezeichnet Infestation eine Störung durch Dämonen oder Teufel. Ein Exorzismus wird bei Besessenheit und deren Abstufungen, selten im Fall der Infestation gesprochen. | Im katholischen [[Exorzismus]] wird zwischen [[Besessenheit]] und Infestation (lat. infestare, angreifen) im Sinne von Umsessenheit oder Teilbesessenheit unterschieden. Während mit Besessenheit der tranceartige Kontrollverlust durch [[Dämon | Dämonen]] oder [[Teufel]] gemeint ist, bezeichnet Infestation eine Störung durch Dämonen oder Teufel. Ein Exorzismus wird bei Besessenheit und deren Abstufungen, selten im Fall der Infestation gesprochen. | ||
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[[Bild: | [[Bild:pork_tapeworm.jpg|thumb|Infestation eines Gehirns durch Larven des Schweinebandwurms. Foto: Stanford University Hospital, 2002.]] | ||
In der Biologie bezeichnet Infestation die Besiedlung eines Organismus mit einem [[Parasiten]], der sich im Wirtsorganismus nicht vermehrt. Im Verlauf der Ontogenese kommt es zu einem oder mehreren Wirtswechsel. Bei Bandwürmer verlassen beispielsweise die befruchteten Eier mit dem Kot den Darm des Wirtes. Sobald sie von einem geeigneten Zwischenwirt aufgenommen werden, schlüpfen die Larven und haken sich mit Larvalhäkchen im Wirtsgewebe fest. Es bilden sich Finnen aus, die wie beim Rinderbandwurm (Taenia saginata) über den Nahrungskreislauf in den menschlichen Darm gelangen, wo sich der Wurm zum geschlechtsreifen Tier entwickelt. | In der Biologie bezeichnet Infestation die Besiedlung eines Organismus mit einem [[Parasit | Parasiten]], der sich im Wirtsorganismus nicht vermehrt. Im Verlauf der Ontogenese kommt es zu einem oder mehreren Wirtswechsel. Bei Bandwürmer verlassen beispielsweise die befruchteten Eier mit dem Kot den Darm des [[Wirt | Wirtes]]. Sobald sie von einem geeigneten Zwischenwirt aufgenommen werden, schlüpfen die Larven und haken sich mit Larvalhäkchen im Wirtsgewebe fest. Es bilden sich Finnen aus, die wie beim Rinderbandwurm (Taenia saginata) über den Nahrungskreislauf in den menschlichen Darm gelangen, wo sich der Wurm zum geschlechtsreifen Tier entwickelt. | ||
Aktuelle Version vom 18. November 2010, 17:35 Uhr
Katholizismus
Im katholischen Exorzismus wird zwischen Besessenheit und Infestation (lat. infestare, angreifen) im Sinne von Umsessenheit oder Teilbesessenheit unterschieden. Während mit Besessenheit der tranceartige Kontrollverlust durch Dämonen oder Teufel gemeint ist, bezeichnet Infestation eine Störung durch Dämonen oder Teufel. Ein Exorzismus wird bei Besessenheit und deren Abstufungen, selten im Fall der Infestation gesprochen.
Biologie

In der Biologie bezeichnet Infestation die Besiedlung eines Organismus mit einem Parasiten, der sich im Wirtsorganismus nicht vermehrt. Im Verlauf der Ontogenese kommt es zu einem oder mehreren Wirtswechsel. Bei Bandwürmer verlassen beispielsweise die befruchteten Eier mit dem Kot den Darm des Wirtes. Sobald sie von einem geeigneten Zwischenwirt aufgenommen werden, schlüpfen die Larven und haken sich mit Larvalhäkchen im Wirtsgewebe fest. Es bilden sich Finnen aus, die wie beim Rinderbandwurm (Taenia saginata) über den Nahrungskreislauf in den menschlichen Darm gelangen, wo sich der Wurm zum geschlechtsreifen Tier entwickelt.