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===Medizin===
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Besessenheit bezeichnet in der Medizin die psychische Veränderungen eines Menschen in Form einer Neurose oder Psychose. Krankheitssymptome der pathologischen Besessenheit wurden einst auch unter [[Dämonomanie]] oder Dämonopathie zusammengefasst und beinhaltetn klinische Symptome wie Schlaflosigkeit, visuelle Halluzinationen und Erregung im Unterleib.  
Besessenheit bezeichnet in der Medizin die psychische Veränderungen eines Menschen in Form einer Neurose oder Psychose. Krankheitssymptome der pathologischen Besessenheit wurden einst auch unter [[Dämonomanie]] oder Dämonopathie zusammengefasst und beinhalteten klinische Symptome wie Schlaflosigkeit, visuelle Halluzinationen und Erregung im Unterleib.


===Dämonologie===
===Dämonologie===

Version vom 16. Dezember 2006, 16:24 Uhr

Medizin

Besessenheit bezeichnet in der Medizin die psychische Veränderungen eines Menschen in Form einer Neurose oder Psychose. Krankheitssymptome der pathologischen Besessenheit wurden einst auch unter Dämonomanie oder Dämonopathie zusammengefasst und beinhalteten klinische Symptome wie Schlaflosigkeit, visuelle Halluzinationen und Erregung im Unterleib.

Dämonologie

Die dämonische Besessenheit geht nach Ansicht der Dämonologie, welche bis heute Grundlage des katholischen Exorzismus ist, auf eine von einem oder mehreren fremden Wesen hervorgerufene Obsession zurück. Sensorische und physiologische Symptome der dämonischen Besessenheit sind u. a. ein unerklärliches Kribbeln auf der Haut, Hitzewallungen, Fieber, Erbrechen. Paranormale Symptome sind u.a. das Sprechen und Verstehen fremder Sprachen, die Offenbarung räumlich oder zeitlich entfernter Ereignisse, Abscheu gegenüber religiösen Gegenständen. Berichte weisen darauf hin, dass derartige psychische Verhaltensanomalien durch Suggestion auf andere Menschen übertragbar sind und epidemische Ausmaße annehmen können.

Ritus

Bis heute spielt Besessenheit in kultischen Ritualen eine Rolle. Im Voodookult auf Haiti dringen die "Loas" (gute oder böse Geister) in einen Menschen ein und vertreiben Gros-bon-ange, seinen grossen Schutzengel. Der Besessene fällt in Trance und wird vom Dämon wie ein Pferd geritten. Nach Erwachen aus der Trance verbleibt keine Erinnerung an den Zustand der Besessenheit.

Im japanischen Volksglauben findet sich eine dämonische Besessenheit in Form eines Fuchses. Der Fuchs dringt in den menschlichen Körper ein und entfaltet dort sein eigenes vom Ich des "Wirtes" unabhängiges Leben. Es entsteht ein schizophrenes Doppelbewusstsein, das sich in einer nervösen Zerrüttung äussert: Die besessene Person nimmt alles wahr, was der Dämon sagt. Verlässt der Dämon freiwillig den Körper oder wird von einem „Fuchsaustreiber” vertrieben, können sich die Betroffenen an den Zustand ihrer Bessesenheit nicht erinnern, verfallen aber meist in Depression.