Dialog

Dialog

Aus Daimon

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Innerer Dialog

Der Dialog mit dem Daimon ist meist wie beim Sokratischen Dämon monologisch: der Dämon spricht im Traum oder als innere Stimme, als Instinkt oder Bauchgefühl und der Mensch empfängt und hört.

Eine andere Formen des Dialogs mit Dämonen ist das "wahnsinnige" Zwiegespräch, wie etwa die manischen Korrespondenzen Philipp Mainländers mit seinem Daimon oder die Konversationen des Wissenschaftlers und Philosophen Emanuel Swedenborg (1688 – 1772), der die letzten 25 Jahre seines Lebens in London verbrachte, wo er aus Einsamkeit mit Dämonen und Engeln Konversation pflegte.

Künstlerischer Dialog

Im künstlerischen Dialog wird die Methodik und das Narrativ des Werkes zum Gesprächspartner der Künstlerin. Die Künstlerin ist nicht Diktatorin ihres Könnens, die ihr Kunstwollen als innere Notwendigkeit Medien und Materialien einschreibt, sondern sie entwirft generative Entwurfs- Algorithmen, die sich verselbständigen und eine eigene Logik des Werkes gründen. Das Werk inkorporiert jene Elemente, die man einst Rezeptur, Maniera oder Stil nannte und gründet eine Eigenlogik. Aufbauend auf diese Logik entsteht eine neue Methodik der Kunst, die eine Dialektik zwischen Werk, Künstlerin und Rezipientin freisetzt. Das Werk verwandelt sich von einem passiven, willenlosen Medium zu einem „sprechenden“, aus seinen eigenen Regeln heraus sich entfaltenden Prozess. Das Werk verliert Objekt- und gewinnt Subjektcharakter.

Weblinks

W.B. Yeats, Swedenborg, Mediums and the Desolate Places